die ungeheure form

Zwischen den aktuellen gestalterischen Arbeitsfeldern und dem theoretisch Gestalt­baren klafft eine eklatante Lücke. Die auf theoretischer Ebene bereits vollzogene Öffnung des Gestaltungsbegriffes hin zu einer non-linearen Vermittlungs­kompetenz durch ein besonderes Problemverständnis findet nur mühsam Einzug in die Köpfe und Werke aktiver Gestalter. Die meisten Gestalter definieren ihren Arbeitsschwerpunkt über die Medien, die sie bedienen, anstatt sich über ihre prototypische Herangehensweise — dem »Design Thinking« — hinsichtlich selbst­erwählter Themen und Problematiken zu profilieren.

 

Kurzbeschreibung — »die ungeheure form«

»die ungeheure form« ist diejenige Problemform, die dem Gestalter als nicht-gestaltbar erscheint. Dieser kann sie nicht in seine Auffassung des Gestaltbaren — und damit in sein Arbeits­feld — integrieren. Diese Form ist ihm ungeheuer. Er stößt an seine Grenzen.

Kurzbeschreibung — »Muschenich-Matrix«

Wann ist ein Problem ein Gestaltungsproblem? Um mich dieser Frage zu nähern, habe ich eine 13-stufige Problemmatrix ent­wickelt, die Probleme hinsichtlich ihres Unschärfegrades hier­archisiert. Dabei habe ich mich von der Frage leiten lassen, in welchen dieser Stufenbereiche Probleme mit gestalte­rischen Methoden aktuell behandelt werden beziehungsweise von Gestaltern behandelt werden könnten. Die 13 Stufen habe ich jeweils in »theore­tischen Objekten« veranschaulicht.