3. Unbekanntheit der Mittel

Der Überwindung der Differenz von Realität und eines bekannten Ziels steht die Unbekanntheit der Mittel entgegen. Die Akteure müssen sich diese erarbeiten. Damit öffnet sich der Problem­raum auf der Ebene der Operations­möglichkeiten. Dieser Problemtyp bezeichnet sich erstmalig durch ein offenes Operations­inventar aus. Im Beispiel des Neun-Punkte-Spiels liegt die Lösung außerhalb der besagtenneun Punkte. Das Spielfeld ist somit nicht mehr begrenzt. Dörner nennt diesen Differenztyp »Syntheseproblem«1. Ein Beispiel dieses Typs wäre das Alchemistenproblem, bei dem Blei, welches vorhanden ist in Gold, welches bekannt
ist, umgewandelt werden soll.

Räumlich — wie 2. Stufe
Zeitlich — wie 2. Stufe
Sozial — wie 2. Stufe
Sachlich — wie 2. Stufe
Methodisch — wie 2. Stufe, zusätzlich müssen nun Informationen erschlossen oder Erfahrungen hinzugezogen werden.

Nächstes Kapitel:
4. Unbekanntheit des Ziels
03 Unbekanntheit der Mittel
  • 1. Synthesebarriere kommt vom griechischen »sýnthesis« — die Zusammensetzung und spielt auf die fehlenden verknüpfenden Elemente zwischen Ist — und Sollzustand an. Vergl.: Dietrich Dörner: »Problemlösen als Informationsverarbeitung«, Stuttgart: Kohlhammer 1975, S. 13